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Hair loss in translation – Spaß bei chinesischer Friseurin

14. August 2008 von thomas

Ich mag meine Haare nicht militant. Leider sieht das meine neue Herausforderung, die chinesische Friseurin, ganz anders.

Vor zwei Monaten hat mich Katja auf einen günstigen Haarschnitt für nur $12 (6€) hingewiesen. Ich bin gleich hin und wurde von einer sehr freundlichen Chinesin begrüßt, die mich mit breitem Lächeln empfing und auf Ihr Friseurdiplom aus China deutete (Zumindest sah es wegen der Schere drauf nach einem solchen aus). Ich fühlte mich gar stolz anscheinend bei einer Koryphäe der asiatischen Scherkunst zu sitzen. Also erklärte ich Ihr, dass ich gerne eine Frisur mit kürzeren Seiten und einem langen Pony, wie es in den 70ern bei manchen Punks üblich war, hätte. Sie hörte geduldig zu, lächelte noch freundlicher, trällerte mir ein paar „Yes, Yes“ zu und legte los.

Eigentlich hätte ich bereits stutzig werden sollen, als sie hinter mich trat und in etwa „Your hair is leaving“ sagte. Es stellte sich zwar heraus, dass sie damit keinen Haarausfall meinte, sondern fragen wollte, ob ich in der Gegend wohne – „You’r living here?“. Aber meine Deutung passte trotzdem besser.

Denn anschließend säbelte sie die Haare weg und bescherte mir eine 1a China-Armee-Frisur.

Chinafriseur Versuch 1

Natürlich hätte ich beim nächsten Mal zu einem anderen Friseur gehen können. Aber erstens bin ich immer um Kulturverständigung bemüht und zweitens wollte ich es diesmal besser machen. Ich ging von einer bloßen Fehlverständigung aus. Denn immerhin hatte sie ein Diplom!

Also druckte ich diesmal ein Bild vom letzten Schnitt aus, malte die Wunschfrisur drauf und zeigte es ihr (ich wollte es diesmal nicht kompliziert machen, also nix Punk und so). Sie lächelte freundlich und ich war guter Hoffnung. Insbesondere als sie noch mal das Bild sehen wollte, bevor sie mit der Schere ansetzte.

Chinafriseur Anleitung

Und tada! Das ist das Ergebnis …

Chinafriseur Versuch 2

Das nächste Mal werde ich meinen Wunsch von einem der vielen Chinesen übersetzen lassen oder Katjas Tipp mit dem Festhalten der Haare versuchen. ;)

Übrigens, dass die Chinesen Ahnung von Haaren haben, zeigt schon das Angebot derer “Original”-Haarfärbeprodukte. Ob sich da einer beim abtippen verhauen hat?

schwarzokdp

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This entry was posted on Donnerstag, August 14th, 2008 at 4:27 am and is filed under general. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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17 Responses to “Hair loss in translation – Spaß bei chinesischer Friseurin”

  1. Pawlox Says:

    Tja, die Kluft gerade zwischen so verschiedenen Sprachen wie Englisch und Chinesisch scheint bisweilen recht weit (und tief?) zu reichen.

    Was bisweilen allerdings auch ganz erheiternd seien kann, z.B. wenn Chinesen den Westlern mal erklären, was die “coolen” Schriftzeichen, die sie sich irgendwohin haben tättowieren lassen wirklich bedeuten. Und Dämonenvogel Mottenkugel” zählt noch zu den ähem harmloseren…

    Oder andersrum, wenn da jemand im Englischen nicht ganz so firm ist. Mein Favorit auf der Seite ist der hier! ;)

  2. Cindy Says:

    Also ich finds kurz auch ganz fesch. Kannst zumindestens beides tragen ;)

  3. Markus Says:

    Die ist sonst für die Ganzkopfrasur zuständig ;)

  4. ute Says:

    Sieht großartig aus. Mike wäre froh, wenn ich seine Frisur soooo hinbekommen würde!!!! Aber, ist es nicht etwas zu kalt um die Ohren bei eueren winterlichen 14 Grad?

  5. Viktoria Says:

    Thomas, du weißt schon, dass Chinesen wohl zu allem ‘ja’ sagen und lächeln. Das bedeutet aber nicht, dass das ‘ja’ dann auch umgesetzt wird ;) Aber alle guten Dinge sind ja 3, du solltest also nochmal hingehen :-D (und so schlimm ist es ja auch wieder nicht, sie hätte dir ja auch die Haare mit schwarzokdp färben oder entfernen können ;) )

  6. Basti Says:

    Der Chinesestyle steht ihnen aber Welten besser als diese Poperlocke!

  7. Michael Says:

    Und dann dieses Zufallsbild:
    http://www.thomasschwenke.de/general/2007-12/insight-into-human-nature

    (auch mit Schwarzokdp?)

  8. Seb Says:

    Du siehst aus wie ein Kommunistennazi!
    Dazu noch so dünn und blass! !
    Ach ja…. Winter (= blass) in NZ (= außer Asian food ist alles crap)…

    Muahahahaa! Ich bin braun, dick und langhaarig! :-D

  9. thomas Says:

    @Pawlox:

    @Cindy: Danke, von der Chinafriseurmafia bezahlt?

    @Markus: Mindestens, vielleicht kamm ich Ihr so sogar wie ein Hippie vor.

    @Ute: Grrr, es ist gefühlt wärmer. Mindestens 16!

    @Viktoria: Das werde ich auch. Nur dann mit chinesischen Hinweisen!

    @Basti: Wo isn der synonym?

    @Michael: Danke, da sehe ich, dass es anderen noch viel schlechter geht! ;)

    @Seb: L… m… Und nicht nur weil hier wieder Weltuntergangsregen angesagt ist!

  10. Manniac Says:

    Äh, haben wir heute, ohne dass wir beide es gemerkt haben, die Körper getauscht? Genau das gleiche – also GENAU das gleiche! – ist mir heute nämlich auch passiert! Die asiatische Scherenmeisterin hat einfach alles abgeschnitten, was sie finden konnte, dabei hab ich doch nur gesagt, dass sie die Flusen aus dem Nacken wegmachen soll! Ich sehe an den Seiten fast aus wie ein gerupftes Meerschweinchen!

    Dir steht der Militärschnitt aber. Warst Du eigentlich schon dienen? Wenn nicht, dann solltest Du vielleicht noch.

  11. Cindy Says:

    @Thomas: ich bin teuer. Das könnten die sich gar nicht leisten.

    Ich mag von Haus aus eigentlich eher kürzere Haare bei Männern ;)

  12. katja Says:

    @Manniac: Oh, ein interessanter Gedanke!
    @Cindy: Genau! Find ich auch schöner. Ausser bei Seb, der sicher auch braun, dick und langhaarig was hermacht ;-) Und ich finde auch das Thomas so blendend aussieht! SO!

  13. Pierre Says:

    Das Diplom hatte sie vermutlich für Intimfrisuren, dort holt sie dann immer alles perfekt runter (Haare) und dachte wohl auch beim Kopf nur an das Wohl des Kunden und dessen Hygiene.

  14. thomas Says:

    @Manniac: Um Gottes Willen nein, ich war ein halblanghaariger Zivi :) Hehe, Glueckwunsch Opfer der Wir-Kopieren-das-Haareschneiden-Mafia! Haettest Du nur diesen Post vorher gelesen, waere Dir das erspart geblieben.

    @Katja: Du bist befangen

    @Pierre: Meinst Du ich sollte es beim naechsten Mal so rum versuchen? Aber dann schicke ich Manniac vor, wenn er in Auckland ist. Diesmal soll er zuerst ran. :)

  15. karo Says:

    fesch! ich weiß auch schon, wem es besonders gefallen wird… und wenn du gar nicht damit klar kommst, hast du zur not ja noch deine “fundmütze”. erinnert mich übrigens ein wenig an meinen stränchenversuch in polen. und da weiß ich, dass die mich verstanden haben. hätte mir vorher nur vielleicht auch mal ein diplom zeigen lassen sollen…

  16. Pierre Says:

    Klar, da muss man die Friseur-Fachfrau mal mit den Realitäten ihres Berufes konfrontieren, also einfach ohne Hose und im Kopfstand den Platz auf dem Friseurstuhl einnehmen, wenn sie kommentarlos mit der Arbeit beginnt, war die Vermutung korrekt, falls nicht sollte schon mal eine gute Begründung für die session parat liegen. ;-)

  17. Kiwispotting - Neuseeland-Blog von Thomas Schwenke & Katja Karp » Blog Archive » Von einem 32-Semester-Juristen: Emails und Schreiben im Internet veröffentlichen Says:

    [...] damals machte meine Haarpracht noch was her. Nicht wie jetzt. http://www.yearbookyourself.com via Basic [...]

Wir freuen uns auf Eure Kommentare!