To the Cracks of Mount Doom – Auf zum Tongariro Crossing
17. März 2008 von thomasWochenende hat sich unsere 7-köpfige deutschnorwegischschottische Expedition auf den Weg gemacht, um den Tongariro National Park zu durchqueren. Vor allem um den Mount Doom zu bestaaaaaigen! Denn darauf, habe ich gewartet, weil ich ihn beim letzten Besuch vor 2 Jahren nicht erobern konnte.
Größere Kartenansicht (P.S. Beim Klick auf + sieht man es auch ohne Schnee
Diesmal ging es auch früher los. Schon um 7:15 (Quasi Mitternacht) wurden wir zum Ausgangspunkt der Wanderung gefahren. “Sunscreen, Sunscreen, Sunscreen” schrie der Busfahrer immer wieder. Sehr gute Idee angesichts des perfekten Wetters mit der perfekten Ozonschutzschicht-kenn-ich-nicht-Sonne. Die Sonnenmilch habe ich mir dann auch gleich geliehen. Wie die Zahncreme am Morgen. Und das Shampoo. Egal. Ich hasse den Morgen sowieso.
Jedenfalls begann die Wanderung dank der gleichzeitigen Anfahrt vieler Busse mit einem marathonähnlichem Start. Erstaunlicherweise zog sich die Menschentraube schnell auseinander. Am Anfang war die Landschaft eigentlich noch sehr gastlich. Mit vielen Moosen, kleinen Blumen und Büschen. Doch schon nach einer Stunde waren wir nur noch von Vulkangestein umgeben.
Unser erstes Ziel war der Mt Doom (Als Saurons Hobbyschmiede in Herr der Ringe). Beziehungsweise der Mount Ngauruhoe, wie er mit richtigem Namen heißt. Ein noch aktiver Vulkan (2287 m), der zwar 45 Mal im letzten Jahrhundert ausgebrochen ist, aber seit 1975 schweigt.
Der Aufstieg war nur an Stellen mit festen Gesteinsbrocken (relativ) angenehm. Der meiste Teil aber entsprach vom Gefühl her dem Besteigen einer Kokshalde in Bochum. Viele kleine Steine, die ständig unter den Füssen wegrutschten. Für 2 Schritte bekam man einen. Zumal ein aufrechter Gang nicht möglich war.
Dazu kam noch den “Herr der Ringe”-Soundtrack, den ich und der Gollum bei uns hatten. Dank der Musik, ich fühlte mich mindestens schlapp wie ein Frodo. Belohnt wurde die Strapaze mit einem prachtvollen Blick nicht nur auf die Tongariro-Ebene, sondern sogar bis zur Neuseelands Küste! Und mit einem Bier. Auf jeden Fall war es dort oben kalt. Ich lach nie wieder über Schottinen in Handschuhen.
Abwärts ging es dann viel, viel schneller. Wo der Aufstieg gefühlt ewig gedauert hat, dauerte der Abstieg lediglich 20 Minuten. Warum? Das Video unten zeigt, dass Vulkangeröll doch für was gut ist:
Nach der Begutachtung der Abschürfungen, meines zermatschten Bananenvorrats und dem Leeren der Schuhe ging es weiter den South Crater entlang, bis wir zu dem Red Crater kamen. Und der hat mich also irgendwie an das primäre weibliche Geschlechtsorgan erinnert. Und nicht nur mich. Katja meinte, auch mein Ich aus der Vergangenheit vor 2 Jahren hatte dieselbe Assoziation an dieser Stelle.
Die nächste Attraktion auf dem Planeten Vulkan waren die drei Emerald Lakes. Es handelt sich dabei eigentlich um kleine Krater, die sich mit Wasser gefüllt haben. Und dank der Minerale auf dem Grund, bekommt das Wasser einen wunderschöne grüne Färbung. Zum Baden sind sie aber dank schwefligen Geruch nicht grade geeignet. Der letzte, der drin gebadet hat, soll (vor dem Bad) glaube ich Jack Napier geheißen haben.
Auf dem Weg zum Blue Lake überquerten wir den Central Crater und genossen beim Blick über die Schulter eine wunderschöne Aussicht auf die soeben durchquerten Vulkankrater.
Zum Ende bewunderten wir wieder diese wahnsinnige Weitsicht über die Landschaft. Beim Herr der Ringe Filmen, kamen mir diese weitsichtigen Szenen noch so unwirklich vor. Zum Beispiel von Minas Tirith auf Osgiliath.
Beim Abstieg fiel uns ein kleines Problem auf. Weil die Besteigung des Mt Dooms im Zeitplan des Busservice nicht vorgesehen war, waren wir zu spät dran. Und so durften wir nach 9 Stunden Wanderung und Gelenkschmerzen (tolle Idee mit dem Berghüpfen) 15 Minuten beim vollen Tempo und mit Rucksack zum Bus rennen. Ich hätte mich gerne keuchend hingelegt. Jedoch gab ich mein Fitnesslevel mit 13 von 10 an und durfte nicht aufgeben. Vor allem weil die Mädchen nur wenige Augenblicke nach uns kamen (War nix mit vorgelebter Männlichkeit – das nächste Mal gebe ich (mit) nur 12 von 10 an)! Die Wanderer die wir beinahe umrannten fanden das Gerenne großartig. “MAD MEN!!!” ist wohl ein Kompliment, oder?
Den Bus haben wir in letzter Sekunde noch gekriegt und machten uns dann auf die 5Stunden-Rückreise nach Auckland. Mit einem Zwischenstopp, bei dem wir einen Platz zum Essen suchten, der allen gefiel. Auch das war ein Abenteuer
Übrigens, Sebastian hat nicht nur eine Slideshow zur Mt.Doom-Besteigung gebastelt und noch mehr Bilder veröffentlicht. Er schreibt auch über denselben Trip aus einem anderem Blogwinkel bei Downwärts. Auf zwei Beinen steht der Mensch!
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This entry was posted on Montag, März 17th, 2008 at 1:12 am and is filed under new zealand. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.Ähnliche Beiträge (Vom Computerkiwi automatisch ausgesucht):
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März 17th, 2008 at 3:10 pm
[...] thomas wrote a fantastic post today on “To the Cracks of Mount Doom – Auf zum Tongariro Crossing”Here’s ONLY a quick extractMt Doom – Beer on Top Mt Doom – Picknick. Abwärts ging es dann viel, viel schneller. Wo der Aufstieg gefühlt ewig gedauert hat, dauerte der Abstieg lediglich 20 Minuten. Warum? Das Video unten zeigt, dass Vulkangeröll doch für was gut … [...]
März 18th, 2008 at 5:39 am
also entweder, ihr habt riesen pranken, oder aber das sind kinderbierdosen. das wollt ich mal loswerden…ach ja, schöner bericht
März 21st, 2008 at 4:23 pm
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Januar 6th, 2009 at 8:34 pm
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