Wenn der Makler mal außer Landes muss
6. März 2008 von thomasDiese Woche haben wir bisher nur mit Wohnungssuche verbracht. Alleine heute 8 Termine gehabt. Da erliegt man am Ende des Tages dem 12-Flaschen-Beer-Super-Saver-Deal.
Ich versuche diese Wohnungsgeschichte wieder an Katja abzuschieben (Ich habe mich heut Abend in Leidensblicken trainiert – sieht mindestens wie 2 Monaten Tortur aus). Sie meinte zwar ich lerne dabei auch was fürs Leben, aber das weiß ich schon alles. Nämlich dass das Organisieren und Planen nichts für mich sind.
Wohnungen aus den Mietanzeigen im Internet aussuchen. Makler anrufen, Termine vereinbaren, Strecken suchen. Zu stressig. Hab doch schon ein großes Auto besorgt (gut nicht alleine, aber dank mir ist es ein Kombi). Es ist also lang und man kann drin schlafen.
Zudem ist die Wohnungssuche hier in Auckland anders als in Deutschland. Sowas banales wie Quadratmeterpreise stehen nicht in den Anzeigen. Auch genaue Angabe der Räume ist selten. So kann ein Bedroom mal ein Raum sein, mal 2. Und mal sind es 35 qm und ein anderes Mal 65 qm.

Vor allem variiert auch die Qualität der Wohnungen sehr stark. So gibt es einfach alles von modernen Appartements mit voller Ausstattung (Und einer Wand vorm Balkon) über quadratischpraktische Plattenbauten bis zu abgewrackten Buden mit Schimmelgeruch. Oder es wird einem gesagt, dass der Parkplatz doch nicht zu haben ist, weil dessen Betreiber insolvent geworden ist. Oder auf dem Flur schleicht eine drall gebaute Asiatin mit sehr anreizender Kleidung in den Raum, während ein älterer Weißer verschämt auf den Boden guckend hineinfolgt. Oder das “Newly renovated unit with panoramic view” entpuppt sich als ein Raum mit Estrich auf dem Boden und Aucklands Hauptbahnstrecke vorm Fenster.
Das alles sieht man aber nur, wenn man vor Ort ist. Also heißt es laufen, fahren, laufen, gucken, flüchten, Nun haben wir unsere geplanten Mietausgaben von $ 250 auf ca. $ 350 (ca. 175 €) pro Woche erhöht und hoffen damit auf schnellere Erfolge.
Das Beste war aber der Makler, der uns mit der Begründung versetzt hat, dass er schnell außer Landes musste. Und natürlich mit einer Wohnung, die sich toll anhörte. Wahrscheinlich war das eine blink blink Gangsta-bude mit einem goldenen Yakuzzi auf dem Dach! Mist.
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Tags: Auckland, new zealand, wohnung, Wohnungssuche
This entry was posted on Donnerstag, März 6th, 2008 at 12:36 am and is filed under new zealand. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
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März 6th, 2008 at 2:07 am
Klingt ja alles ziemlich gruselig (bis auf die Asiatin vielleicht
)… und das heutzutage, wo wir ja sogar in Deutschland einigermaßen vernünftige Wohnungssuch-Seiten im Netz haben…
Ach ja, meinste eigentlich 175€ / Woche oder doch vielleicht im Monat?
März 6th, 2008 at 2:31 am
Sucht ihr eigentlich in der Nähe des Zentrums von Auckland oder eher weiter außerhalb?
März 6th, 2008 at 2:43 am
@Pawlox: Pro Woche, leider. so 1/4 vom Preis enfällt auch auf das Auto. Aber immerhin ist es für 2 Personen. Obwohl ein ordentliches WG-Zimmer kostet ca. $ 160, also 80 Euro die Woche. Ist also Jacke wie Hose. Hopst wie …
@Manniac: Im Thomas-kann-nachts-noch-heim-wanken-Umkreis. Also ziemlich im Innenstadtbereich. So ab 4km vom Zentrum wird es ca. 50 Euro die Woche günstiger. Aber die Qualität der Häuser nimmt auch rapide ab. Also urig und feucht oder modern und anonym?
März 6th, 2008 at 7:59 am
Sekunde mal! Die Bude war nicht abgewrackt! Das war eben NZ-Architektur*. Ach ja, und natürlich die Ratten auf dem Dach, ok.
*) bzw “Architektur“
März 6th, 2008 at 10:52 am
mahlzeit & prost!
ich finde das ist bisher das schönste aller autos, die du bisher hattest. vor allem sieht man jetzt den ganzen müll auf dem rücksitz nicht mehr : )))) hat er denn auch schon einen namen? mir fällt gerade ein, der 1.grüne war auch cool.
habe mir gerade ganz viel zeit genommen um hier alles zu lesen. und jetzt bin ich deprimiert, weil mein abenteuer zur zeit lediglich darin besteht mit der bahn nach düsseldorf zu kommen! aber immerhin bei streik!!! : ))))))
wünsche euch einen schönen tag u. viel erfolg bei der wohnungssuche.
p.s.:hier ist schnee angesagt! ich will sonne, mind. 30° und für die nächsten tage wieder winterreifen….
März 6th, 2008 at 4:37 pm
Muss mal richtigstellen: ICH hab Auto entdeckt, ICH hab gesagt wir solln das Auto probefahrn und ICH hab gesagt wir nehmen es und ICH hab den Preis ausgehandelt. Die “besorgt” Vokabel entfällt somit auf MICH, wenn überhaupt. Es sei denn es geht kaputt.
Ausserdem finde ich es unlogisch, wenn man sich 400 Dollar (Woche) Miniappartments nach 15 min reingucken für 1/2 Jahr (Mindestvertragsdauer) an die Backe bindet. Zumal ich bisher schon nach 15 min einen differenzierten Eindruck von der Wandstärke und dem Musikgeschmack der Nachbarn gewinnen konnte.
Da hilft auch arm gucken nicht ! Und schönsaufen auch nicht (die Wohnungen
Oder was meint ihr ?
März 6th, 2008 at 10:26 pm
Also, bitte! Ich wollte einen Kombi von Anfang an! Alles was Du entscheiden musstest war, ob Du uebers Lenkrad gucken kannst
Ich gehe jetzt schoen sauefn und finde bestimmt gleich alle nahen Stadtappartements toll!
Es sei denn man holt mich ab…
März 6th, 2008 at 10:46 pm
…ah geh und sauf Dir ein TAXI schön Butthead
März 7th, 2008 at 7:46 pm
@Karo: Meine Autos waren so ordentlich wie, wie… na sehr. Und Du hast gut reden, in Dein Liegeauto passt Du selbst kaum rein
Ich denke nach Düsseldorf fahren ist verdammt aufregend. Schon ohne Streik habe ich es nur 3 J durchgehalten!
März 8th, 2008 at 11:11 am
liegen ist gut…auf der motorhaube vielleicht! ich passe bestens rein, in stücken bestimmt auch in den kofferraum. mir reichen schon drei tage mit der bahn nach d´dorf. morgens um 8 in die vielen “gut gelaunten” gesichter schauen ist nicht so mein ding. fahre dann lieber alleine, habe meine ruhe und kann zudem auch noch mitsingen.
März 10th, 2008 at 12:26 am
Mitsingen? Na, dann ist es eine win-win Situation für alle, wenn Du später fährst
Januar 6th, 2009 at 8:34 pm
[...] Tüte. Nachdem sie es hingekriegt haben ein Auto zu kaufen, klappte es nach vielen erfolglosen Versuchen mit einem schicken Stadt-Appartment. Beide genossen diese intensive Zeit, voller neuer [...]