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Kiwis – die ältesten Geschwister des Menschen

25. August 2008 von thomas

Kiwiwoche-Banner

Heute beginnt die Kiwiwoche! Das heißt es wird eine ganze Reihe mit Beiträgen rund um den kleinen putzigen Vogel, der nicht fliegen kann, geben! Ihr werdet unter anderem erfahren,

  • dass wir mit dem Kiwi verwandt sind (zumindest laut Maorilegenden)
  • Wie der Kiwi zu seinem Namen kam
  • Warum die Neuseeländer sich Kiwis nennen
  • und wie der Kiwi seine Flügel verlor

Zuerst zu dem Kiwi selbst.

North Island Brown Kiwi
North Island Brown Kiwi (Bildquelle)

Kiwis sind kleine Vögel (ca. 30 cm hoch), die nur in Neuseeland leben und nicht fliegen können. Sie kommen nur nachts für wenige Stunden aus ihren Höhlen und machen sich mit ihren kräftigen Beinchen und einem langen Schnabel auf die Suche nach leckeren Käfern.

Als Besonderheit unter Vögeln gelten Ihr Geruchssinn und die lange Lebensdauer von über 20 Jahren, die sogar bis zu 40 Jahren reichen kann. Zudem sind Kiwi streng monogam und suchen sich einen neuen Partner erst, wenn der alte verstorben ist.

Mehr biologische Fakten findet Ihr bei der Wikipedia.

Aber warum ist ein solch grauer und unscheinbarer Vogel so beliebt und bekannt? Nun, dem werden wir in diesem und den folgenden Beiträgen nachgehen.

Nach den Legenden der Maori (Ureinwohner Neuseelands) erschuf Tane Mahuta, Gott des Waldes und Sohn von Rangi (Dem Himmelsvater) and Papa (der Erdenmutter) den Wald, die Vogelwelt und auch den ersten Menschen.

Der Kiwi war der erste von Tanes Abkömmlingen. Und daher betrachteten Maori die Kiwis als Familienmitglieder, die sie wie ältere Geschwister beschützen.

Schon der Name „Kiwi“ kam von den Maori. Dazu gibt zwei Geschichten. Nach der einen wurde der Vogel nach seinem Rufgeräusch „Keee keee“ benannt. Nach der andere Geschichte übernahmen sie den Namen vom „kivi“ einem polynesischen Brachvogel, der dem Kiwi ähnlich sieht.

Zwar haben die Maoris Kiwis früher auch gejagt, aber mit großer Ehranbietung und einer Zeremonie samt besonderen Tänzen und Ritualen vor dem Jagdbeginn. Und nur die Stammesführer durften sein Fleisch essen und den weichen Kahukiwi, einen Mantel aus Kiwifedern, tragen. Dieser Mantel gilt als ein ganz besonderer Schatz, weil er den Warua, den Geist des Kiwi in sich trug. Übrigens werdend diese Mäntel auch heute erstellt, aber nur von Kiwis die tot gefunden werden. Nichtsdestotrotz haben die Maori schon vor der Einreise der Europäer zur Reduzierung der Kiwipopulation beigetragen.

kahukiwi
Ein Kahukiwi in Hori Kingi Te Anaua von Gottfried  Lindauer
(Die Maorisitte verlangt Respekt auch gegenüber lange Verstorbenen)

Aber erst seit dem die Europäer anfingen sich immer mehr auszubreiten und Tiere wie Possums (Pest aus Australien genannt) und Hunde brachten, welche es schon schafften innerhalb einer Nacht ein paar hundert Kiwis auszurotten. Katzen schaffen es z.B. 95% aller Kücken zu töten, bevor sie 6 Monate alt sind. Daher gehören Kiwis zu den gefährdeten Tierarten. Derzeit gibt es ca. 50.000 Kiwis, von denen viele nur deshalb überleben, weil sie auf Inseln rund um Neuseeland ausgesiedelt worden sind. Ein bekanntes Refugium ist die Stewart Island.

Wenn Ihr dem Kiwi helfen wollt, dann könnt Ihr Euch hier informieren und für sie spenden:
http://www.savethekiwi.org.nz

save the kiwi

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This entry was posted on Montag, August 25th, 2008 at 9:16 pm and is filed under new zealand. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

Ähnliche Beiträge (Vom Computerkiwi automatisch ausgesucht):

15 Responses to “Kiwis – die ältesten Geschwister des Menschen”

  1. Basti Says:

    Der arme Vogel, kann nicht mal wegfliegen wenn ihn jemand an die Wäsche will!

  2. Seb Says:

    Guter Beitrag!
    Wirkt aber gekünstelt, wenn man weiß, dass er vorher verpasst wurde und ihr irgendwo die Bacardi-Werbung nachspielt.

  3. Seb Says:

    So, und jetzt wieder was für die Tränendrüse. Besser gehts nicht. Behinderter Kiwi + Herr der Ringe Musi = Tränendrüsenbeitragspreis für seb

  4. Katja Says:

    @seb: wir spielen eher dschungelcamp nach :-0
    Und wir denken jeden Tag an Kiwis.

  5. Thomas Says:

    Jupp und wenn es hier mehr als 3kb/s gäbe, könnten wir auch von hier aus posten. Aber 1. Fähre geht gleich/immer/vielleicht/vielleicht auch nicht 2. Urlaub 3. Grade wenig Bloglust

  6. Seb Says:

    Zu Recht keine Bloglust! Dann einfach sein lassen und ne Kokusnuss schlabbern ;)

  7. jim Says:

    Wahrscheinlich bringt die Fähre bei jeder Fahrt nur runtergerechnet 3Kb/s Datenvolumen mit aufs Festland…

  8. Basti Says:

    wie keine bloglust? ich dachte im urlaub ist man eh am produktivsten und einfallsreichten!?

    zumal du hier schon die grossen beiträge ankündigst!
    oder sind die alle vorbereitet?

  9. Kiwispotting - Neuseeland-Blog von Thomas Schwenke & Katja Karp » Blog Archive » Armer Kiwi, aber erstaunlich gut im Fleisch Says:

    [...] das erste Mal dieses Sortiment sah, bin ich drauf reingefallen. Wer weiß es hätte ja eine Delikatesse für Stamesoberhäupte sein [...]

  10. Thomas Says:

    @seb: Bloglust – Diese tonganesische Nichtstu-Mentalität färbt total ab. Sogar so, dass ich vergaß mein Paper zur Deadline bei der Uni einzusenden. Gut, dass die dort diese Erklärung verstanden. Zudem sind wir irgendwie ständig unterwegs. @basti: Wir sind ja ständig im Urlaub, oder bei der Arbeit (Wobei hier eher Katja das letztere ausübt). Eigentlich ständig beides. Daher gibts da kaum Unterschiede. ;)

    Und ja, die Kiwibeiträge habe ich noch im Schweiße meines Angesichts vor der Abreise vorbereitet. Tut denen m.E. keinen Abbruch, weil es um Wissens- und nicht Zustandsvermittlung geht.

    @jim: Und wenn man die halb verrosteten und schief im Wasser liegenden Kähne vor Tongas Küste sieht, weiß man auch warum dabei noch die Hälfte der Pakete verloren geht.

  11. Seb Says:

    Von der Erlebnisvermittlung losgelöste Wissensvermittlung ist aber öde. :) Da können wir auch gleich wikidingsen.
    Wir wollen wieder mehr Friedhofsnaherlebnisse oder Naturbegegnungen. (Jees, wie neidisch ich jetzt schon auf euch bin, wenns Nov/Dez los geht für euch). Ich hoffe es ist klar, dass mich der Blog dann über den Winter rettet!

  12. Thomas Says:

    @Seb, aber Wikidingsen bereitet es bestimmt nicht so hübsch auf, oder?
    Und Du glaubst nicht wie gerne ich jetzt ein Computerspiel spielen oder in einer Sommernacht in einem belebten Café sitzen würde. Statt dessen sitze ich umgeben von Bananehainen und Wasser auf einer vom steigenden Meeresspiegel bedrohten Insel, auf der sich alle mit Kava wegschießen, dass aber auch nach mehrtägiger Einnahme (>länger als ich hier bin) wirkt. Gut, dass die Angst von einer Kokosnuss am Kopf getroffen zu werden bisschen Spannung erzeugt.

  13. katja Says:

    Hrmpf ! Ich liebe den Kiwi und wir haben uns Mühe gegeben etwas schönes über diesen tollen Vogel zu schreiben. Echt jetzt :-(

  14. Seb Says:

    Leck mich an meinem pelzigen Hintern, Thomas, echt! :D Laß uns tauschen!
    Genieße es bloß! Egal, wo du in einem Jahr bist: Tonga wird im Nachhinein ziemlich unreal und phantastisch wirken.

  15. Seb Says:

    Und der Kiwi-Eintrag hätte besonders gut mit dem Zoo-Besuch, oder wenn es auf der Liste steht Stewart Island verbunden werden können.
    Mühe sux anyway.

Wir freuen uns auf Eure Kommentare!